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Unser am Tower des Flugplatzes Krems installiertes Wetterradar ist abgesehen von der visuellen Beobachtung, das wertvollste Hilfsmittel um herannahende Gewitter rechzeitig zu lokalisieren.

Tower
Das stationäre Wetterradar der Hagelabwehr befindet sich am Tower in Krems-Langenlois
Wetterradar
Links im Bild der Radarmonitor. Damit lässt sich Eis in einer Gewitterwolke "sichtbar" machen

Das Radar (''radio detection and ranging'') hat sich in der Meteorologie zur Erfassung und kurzfristige Vorhersage von Niederschlagsgebieten ausgezeichnet bewährt. Es beruht auf dem Prinzip, dass ein vom Gerät ausgesandter elektromagnetischer Impuls von den fallenden Niederschlagsteilchen, d.h. von Regentropfen, Schneeflocken, Graupel- oder Hagelkörnern zurückgestreut wird und somit ein Teil der abgestrahlten Energie vom Empfangsteil des Radars wieder aufgenommen und gemessen wird. Da sich die Entfernung aus der (halben) Laufzeit der Impulse zwischen Aussendung und Empfang ergibt und die Echointensität vom Gerät gemessen wird, lässt sich somit die Niederschlagsintensität mit der Radargleichung abschätzen.

Außerdem kann die Zugbahn der Regengebiete und Schauerzellen auf dem Radarschirm laufend verfolgt und aus ihr die weitere Verlagerungsrichtung und Verlagerungsgeschwindigkeit bestimmt und für kurzfristige Prognosen verwendet werden.

Technik des Radars

Type: Sperry EA 3003 S
Sendefrequenzbereich: 2,7 GHz - 2,9 GHz (E- Band)
Impulsleistung: 850 kW
PRF: 250 Hz in der Betriebsart und 623,700 o. 900 Hz
Impulsdauer: 0,8 - 2 µs
Maximale Ortungsreichweite: ~ 480 km - 550 km
Störechounterdrückung -40 dB minimum
Antenne: Schwenkbereich: -2° bis +90°
Horizontaler Sichtwinkel bis 90°
Polariemetrische Differenzierung

Wissenschaft

Um den Erfolg zu dokumentieren und in eine messbare Größe zu verwandeln begann 1980 ein zehnjähriges Versuchsprogramm.

Man errichtete ein Hagelplattennetz mit ca. 140 Stationen von 2x2 km Rasterung. Die Auswertung der Hageleinschläge auf den dazu verwendeten Platten übernahm die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik).

Hagelplattennetz
Die roten Dreiecke kennzeichnen die Standorte der Hagel-Testplatten innerhalb des Einsatzgebiets

Dieses Versuchsprogramm wurde vom Land Niederösterreich 5 Jahre lang unterstützt.

Download der Studie als PDF-Datei

Außerdem übernahm der Flugwetterdienst Wien – Schwechat (Wetterradar) die Beratung und Betreuung des Hagelabwehrversuchs.

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