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Als es in den Jahren 1953 und 1955 im Raum Langenlois zu schweren Hagelunwettern kam, beauftragte LhStv Bürgermeister Kargl und die Herren DI Schober und Stadtrat Groiß die Maßnahmen zur Hagelabwehr in Südtirol zu studieren und ähnliches im Raum Langenlois zu organisieren.

Demzufolge wurden 1956 italienische Raketen zur Hagelabwehr in Langenlois eingesetzt, welche man vom Boden aus in Richtung eines Gewitters abfeuerte. Man hoffte, damit die notwendige Menge Silberjodid an die richtige Stelle zu bringen.

  • Historisches 1
  • Historisches 2
  • Historisches 3

Die örtlichen Weinbauvereine finanzierten diese Maßnahmen auf freiwilliger Basis. Die Größe der bewirtschafteten Weingartenfläche diente als Berechnungsgrundlage für den zu entrichtenden Beitrag. Im Laufe der Jahre wurde die Hagelabwehr auf die Bezirke Krems, Mautern, Kirchberg/Wagram und Herzogenburg ausgeweitet.
Es wurden ca. 140 Raketen-Abschussstellen errichtet und mit 300 Schützen besetzt, die ehrenamtlich fungierten.
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft von den hauptberuflichen Weinbauern zum Nebenerwerbshauer führte zu lückenhaften Besetzungen der Abschussstellen, so dass sich im Laufe der Zeit die Misserfolge häuften. 1976 stand der Kulturenschutzverein vor der Entscheidung, die Hagelabwehr einzustellen oder auf ein moderneres Verfahren umzusteigen.

Man entschied sich für den Fortbestand der Hagelabwehr. Von nun an wurden Kleinflugzeuge zum Ausbringen des Silberjodids eingesetzt.
Nach Verhandlungen mit dem Union Sportflieger Club Krems einigte man sich über die entgeltliche Benützung der Einrichtungen des Flugplatzes.

Die Piloten stellten sich unentgeltlich zur Verfügung. Am 27.12.76 wurde eine Cessna U 206 F geleast und vom Flughafen Wien - Schwechat (LOWW) zum Flugplatz Krems (LOAG) überstellt.

1977 wurden erstmals Flugzeuge zur Hagelabwehr im Raum Krems - Langenlois eingesetzt.

Cessna U206F
Cessna U206F
Gewitterfront auf dem Wetterradar
Gewitterfront auf dem Wetterradar
Gewitterzelle
Bild einer Gewitterzelle

Außerdem übernahm der Flugwetterdienst Wien-Schwechat (Wetterradar) die Beratung und Betreuung des Hagelabwehrversuches.

1987 wurde ein Wetterradar zur stationären Verwendung angeschafft, mit dessen Hilfe man die hagelführenden Gewitterwolken genau lokalisieren kann. So konnten bis 1990 gute Erfolge erzielt werden.

1992 wurden 4 Stück neue Generatoren angeschafft um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Durch intensive Beobachtung und gezielte Einsätze ist es bis heute zu keinen nennenswerten Schäden auf Grund von Hagelunwettern im Schutzgebiet gekommen.

Vergleicht man dagegen die Hagelkatastrophen außerhalb des Einsatzgebietes im Jahre 1997, welche 1998 noch übertroffen wurden (laut Medien und Berichten der Hagelversicherung) so kann man auf einen guten Erfolg hinweisen.

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