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Aktive Hagelbekämpfung

zurück zur Entstehung der Hagelabwehr

Die Idee, von den passiven zu den aktiven Hagelabwehr-Kampfmaßnahmen überzugehen, hatte man erstmals in der Zeit Maria Theresias.

Maria Theresia

In zahlreichen Bittgesuchen wurde die Kaiserin untertänigst angefleht, den Langenloisern den Bau eines hohen Kirchturmes mit schwingenden Glocken zu gewähren.

Man war davon überzeugt, dass die höher und freier gelegenen Geläute von Krems und Göttweig die Unwetter nach Langenlois "herläuten" und wollte mit gleichen oder noch besseren Waffen zurückschlagen.

Im gesamten 19. Jahrhundert blieb das "Wetterläuten" die einzige, allerdings wenig wirksame Waffe im Kampf gegen drohende Gewitterstürme.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurden die Weinhauer militanter: Böllerschießen und der Einsatz von Schwarzpulverkanonen galten als Nonplusultra der Unwetterschutzmaßnahmen. Diese ebenfalls eher erfolglose Phase der Hagelabwehrgeschichte gipfelte 1902 in der "Internationalen Expertenkonferenz für Wetterschießen" in Graz.

Erst die Entdeckung, dass Silberjodid (AgJ) bereits bei minus 5,2 Grad Celsius eiskeimbildend ist, brachte die Hagelbekämpfer auf einen Erfolg versprechenden Weg.

Schütze

In Langenlois und Umgebung begannen Pioniere in den Fußstapfen Wernher von Brauns im Jahr 1955 Silberjodid mit Raketen in Gewitterwolken zu schießen.

Eine gefährliche und undankbare Aufgabe für die Hagelschützen war das, die Abschussrampen waren bessere Weingartenhütten und teuer kam dieser Raketenspaß auch:

Eine Rakete kostete stolze 1.500 Schillinge.

Bis 2.000 Meter sollten die Raketen steigen, mitten in die Gewitterwolke hinein und dort das Silberjodid abladen. Die Anzahl der (natürlich vorkommenden) Kondensationskerne sollte dadurch künstlich vermehrt werden. Dadurch würde sich das überschüssige Feuchte-Anbot feiner verteilen, die Ausbildung extrem großer Hagelkörner unterbunden und die Chance vergrößert, dass die Hagelkörner während des Ausregnens der Gewitterwolke schmelzen und nur mehr als schwere Tropfen auf dem Boden auftreffen.

Das Prinzip an und für sich war bereits perfekt, es stellte sich heraus, dass nur noch an der Umsetzung gearbeitet werden musste:
Die Raketen waren zu gefährlich, zu wenig zielgenau, das Abwehrnetz sehr lückenhaft.

Hangar

Im Jahr 1977, nach einem Besuch in den USA, im "Nationalen Forschungszentrum für Atmosphärenphysik" in Boulder, Colorado und nach Vorbildern in der BRD beginnen Kremser Flieger, das Silberjodid vom Flugzeug aus, möglichst rasch und zielgenau in die Gewitterwolken einzubringen. Vom "Top Seeding", dem Einstreuen des Mittels von oben kommt man jedoch bald ab und "impft" aus Sicherheitsgründen nur noch an der Wolkenbasis.

Tipp: Eine Auswahl von aussagekräftigen Bildern mit Hagel- und Elementarschäden
finden Sie auf der Homepage der Österreichischen Hagelversicherung.

Hagelkorn

 

Hagelkörner in dieser Größe richten verheerende Schäden an...

Von einem "Korn" kann hier nicht mehr die Rede sein, eher von einer Kanonenkugel...

Hagelflieger versuchen seit Jahren Hagelschlag zu bekämpfen, indem sie an die Wolke heran fliegen, diese mit Silberjodid impfen, um so den oben beschriebenen Effekt einzuleiten.

Diese Maßnahme hat das Auftreten von Hagel im Bereich des KSV laut langjähriger Studie durch die ZMAG deutlich reduziert!

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